Seenliebe im Landvergnügen

Seenliebe im Landvergnügen

Sie beruhigen, sie erfrischen, sie gehören zum Sommer: Seen, die auf eurer Landvergnügen-Reise einen Zwischenstopp wert sind.

Während sich am Meer im Sommer oft die Touristen drängen, geht es an Seen häufig ruhiger zu. Doch See ist nicht gleich See, wir haben genauer hingeschaut. 

Klar und erfrischend: Eis- und Gletscherseen

Bei den meisten Seen in Mitteleuropa handelt es sich um Gletscher- und Schmelzwasserseen. Sie entstanden während der letzten Eiszeit oder durch Gletscher. Oft zeichnen sie sich durch glasklares Wasser aus, wie der Stechlinsee im Ruppiner Land. Er ist zugleich auch der tiefste See Brandenburgs und beliebt bei Tauchern. Auch die Müritz als größter vollständig in Deutschland liegender See entstand während der letzten Eiszeit. Wer hier Urlaub macht, kann tagsüber baden oder paddeln und abends auf einem Hof regionale Produkte genießen.

Gastgeber im Ruppiner Seenland und Fürstenberger Raum: Hilly Billy Town, Schäferei Hullerbusch

Auch der Tegernsee verdankt seine Entstehung der letzten Eiszeit. Eingebettet zwischen den Bayerischen Alpen lockt der glasklare Gletschersee mit einer einzigartigen Mischung aus Bergpanorama, Uferpromenaden und Badebuchten. Im Sommer erreicht das Wasser je nach Witterung angenehme 18 bis 23 Grad und sorgt für die perfekte Erfrischung nach einer Wanderung.

Gastgeber: Tegernseele, Gasthof zum Hagn

Oberhalb von Kandersteg in der Schweiz liegt mit dem Oeschinensee ein spektakulärer Bergsee mit türkisblauen Wasser. Entstanden ist er vor rund 8000 Jahren. Felsstürze am Fründen- und Doldenhorn führten dazu, dass sich Schmelz- und Regenwasser stauten, so entstand der See. 

Gastgeber: Brasserie la Sierrvoise, Grand Pere Cornut

Vom Braunkohlerevier zum Urlaubsparadies: das Lausitzer Seenland

Ganz anders ist die Geschichte ausgedienter Tagebauten, die geflutet wurden. Bis Ende der 2020er Jahre entsteht in der Lausitz Europas größte künstliche Wasserlandschaft mit mehr als 20 Seen im ehemaligen Braunkohle-Revier. Diesen Sommer wurden fünf von ihnen bereits miteinander verbunden, darunter der Senftenberger, der Geierswalder und der Partwitzer See. Eine Kombination aus Radtour, Bergbaugeschichte und Hofbesuch macht den Reiz eines Urlaubs in dieser Region aus. 

Gastgeber: Öko Landwirt Frank Hünsche

Schutz und Energie: Vom Mensch gebaute Stauseen

Menschen stauen Flüsse meist, um Energie aus der Wasserkraft zu gewinnen, so zum Beispiel in der Bleilochtalsperre. Deutschlands größter Stausee liegt im Thüringer Wald und wurde in den zwanziger und dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts auch angelegt, um die Umgebung vor dem Hochwasser der Saale zu schützen. Heute ist er ein beliebtes Wassersportrevier. Das gilt auch fürs Zeulenroda Meer. Die Talsperre Zeulenroda wurde in den siebziger Jahren zur Trinkwassergewinnung eingerichtet. Inzwischen zieht sie viele Touristen an, so auch unsere Projektleiterin Dani auf ihrer Tour de Landvergnügen durchs Vogtland mit Trabi und Dachzelt. 

Gastgeber: Hofkäserei Meissgeier, Gasthaus "Drei Tannen", Gut Weltenleben, Bierseitenhof Drochhaus

In Österreicher Zillertal wurde der Speicher Durlassboden als Energieprojekt in den sechziger Jahren realisiert. Bootsverleihe und Badestellen säumen heute das Seeufer. Wer hier Urlaub macht, kann in wunderschöner Umgebung wandern, um sich dann im kühlen See zu erfrischen.

Gastgeber: Gasthof Hochsteg

Ein See der Superlative ist der Lac des Dix in der Schweiz: Er ist so tief wie der Eiffelturm hoch ist und der größte See des Landes. Etwa fünf Prozent des Schweizer Stroms stammt aus des Wasserkraft des Sees, der durch Gletscherwasser gespeist wird. Bekannt ist er für die gigantische Staumauer.

Die Stillen: Moor- und Waldseen

Nach ihnen muss man manchmal richtig suchen: Wald- und Moorseen liegen meistens mitten in der Natur fern ab der Zivilisation. Ein solches Kleinod ist der Große Treppelsee im Naturpark Schlaubetal in Brandenburg. Ein Rundweg macht ihn zu einem Ziel für Wanderer. 

Gastgeber: Weingut Patke

In die gleiche Kategorie fällt der Piburger See in Österreich. Gelegen in den Ötztaler Alpen in Tirol ist er vergleichsweise warm und deshalb ein beliebter Badesee. Er ist aber auch die Heimat vieler Tiere und Pflanzen und liegt deshalb in einem Schutzgebiet.

Gastgeber: Ropferhof, Gasthof-Restaurant Alpenblick

Fotos: pixabay, unsplash, Zilletal Arena, Daniela Pensold, Constanze Mikeska