Landvergnügen: Reise- und Genussführer

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Wildkräuter im Landvergnügen

Der Frühling ist die beste Zeit zum Ernten heimischer Wildkräuter. Einige unserer Gastgeber sind echte Profis auf diesem Gebiet und teilen ihr Wissen gern, zum Beispiel bei Wildkräuterwanderungen.

Den Blick nach unten gerichtet einen großen Korb unter dem Arm macht sich Siglinde Beck auf den Weg auf ihre tägliche Runde durch den Garten. Da sprießt bereits ein wenig Grün durch den braunen Boden, dort bahnen sich zarte Knospen einen Weg ans Licht.

„Wildkräuter kann man eigentlich das ganze Jahr über sammeln“, sagt die Landvergnügen Gastgeberin vom Holunderhof Lohe in Oettingen. „Aber nach der Schneeschmelze haben sie erfahrungsgemäß die meisten Vitamine.“ Pflanzen wie der Bärlauch sind dann nur für kurze Zeit verfügbar. Die Bitterstoffe des Löwenzahn eigenen sich hervorragend zum Entgiften von Leber und Galle nach dem Winter.

Holunderhof Lohe

Kräuterpädagogin Siglinde Beck


Die beste Tageszeit zum Sammeln von Wildkräutern ist am Vormittag, wenn der Tau getrocknet ist. Um Kräuter einzumachen und zum Beispiel zu Pesto zu verarbeiten, sollte es möglichst drei Tage lang nicht geregnet haben, betont Siglinde Beck.

Nur bekannte Kräuter pflücken

Wer als Laie Wildkräuter sammeln geht, muss die Pflanzen hundertprozentig kennen. Ein Pflanzenbestimmungsbuch oder eine geführte Wanderung mit einem Profi können helfen. Wegen der hohen toxischen Belastung eigenen sich Grünflächen an stark befahrenen Straßen, Bahndämme oder Hundemeilen nicht zum Sammeln. „Am besten ist ein eigener Garten“, sagt Siglinde Beck.
Ihr Bio-Hof, zu dem Weiden mit Galloway-Rindern und Getreidefelder gehören, und seine ländliche Umgebung eignen sich hervorragend. Und so gibt es im Hofladen neben Fleisch auch selbstgemachte Aufstriche, Kräutersalz oder –essig. „Wildkräuter lassen sich auch hervorragend kleinschneiden und auf den Salat oder ins Dressing geben“, sagt die ausgebildete Kräuterpädagogin. „Auch eine Kräuterbutter ist schnell gemacht.“

Brunch mit Wildkräutern

Ein echter Spezialist in Sachen Kräuter ist auch Yvette Kühl von Kräuterkörbchen“ . Die Landvergnügen-Gastgeberin wuchs mit Fichtenspitzen-Sirup, Holunderblütensaft und Waldmeister-Nachtisch auf und ließ sich von ihrem Großvater, seines Zeichens Biologie-Lehrer, die heimischen Pflanzen erklären. Heute empfängt die ausgebildete Kräuterpädagogin inmitten ihres rund 4.000 Quadratmeter großen Gartens im Ammerland Gäste zum regelmäßigen Brunch. Bei Kochabenden bringt sie interessierten Gästen ihre Faszination für Frisches aus der Natur und aus der internationalen Küche nahe. Ihre Wildkräuterspaziergänge sind die ideale Gelegenheit, um sich von einem Profi wie Yvette Kühl die Welt der Wildkräuter erklären zu lassen.

Kräuterkörbchen

Spezialitäten mit Wildkräutern

WEITERE GASTGEBER MIT WILDKRÄUTERANGEBOTEN

Grießlhof:
Der Gastgeber im Oberpfälzer Wald bietet Herzwein und Wermut-Trank, gesunden Holundersaft und Fichtenspitz-Traum.
www.griesslhof.de

Landsprosse:
Wildkräuterspaziergang:
www.landsprosse.de/wordpress/wildkraeuterspaziergang

Kräuterhof Falkenhain:
Interessante Workshops für Kräuterfreunde
www.kraeuterhof-falkenhain.de/workshops

 

Grießlhof

Kräuterhof Falkenhain

 

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