Tour de Landvergnügen entlang der deutschen Route 66
Einmal quer durch Deutschland sind Sabine und Thomas vom Reise- und Kulinarik-Blog Camp'n Cook gereist, immer entlang der Bundesstraße B3, auch deutsche Route 66 genannt.
Um die Route 66 in den USA ranken sich viele Legenden. Sie ist der Inbegriff von Freiheit und Abenteuer. Aber wusstest du, dass es ein deutsches Pendant gibt? Sabine und Thomas vom Reise- und Kulinarik-Blog Camp'n Cook haben Deutschland entlang der Bundesstraße 3 von Süden nach Norden durchquert, einer alten Handelsroute folgend.

"Die Idee entstand aus unserem Wunsch heraus, bewusst und individuell zu reisen, fernab von Massentourismus und stark frequentierten Routen", sagt Thomas. "Uns reizte die Möglichkeit, Deutschland auf einer historischen Verbindung neu zu entdecken und dabei Regionen intensiver wahrzunehmen. Gleichzeitig war es uns wichtig, möglichst nachhaltig unterwegs zu sein, regionale Strukturen zu unterstützen und bewusst einzukaufen und zu genießen." Unterwegs machten sie daher vor allem auf Landvergnügen-Höfen halt.

Den ersten Stellplatz steuerten sie im Südschwarzwald an: Der Familienbetrieb Grethermühle in der Nähe von Weil am Rhein betreibt Obstbau und stellt aus den eigenen Früchten Brände und Liköre her. Geografisch liegt er günstig für einen Ausflug nach Basel. Sabine und Thomas hatten Glück: Sie reisten an einem Montag an, dem traditionellen Backtag, und kamen so in den Genuss von frischem Brot.

Bevor es ins Markgräfler Land ging, übernachteten die Camper auf dem Fünfschilling-Hof. Mit Landwirtschaft, Weingut, großem Hofladen, Restaurant und Kinderspielplatz hat der Betrieb für jeden etwas zu bieten. Zum Frühstück gab es sogar frische Brötchen.

Am Luginsland-Aussichtspunkt bei Müllheim genossen die Camper den weiten Blick ins Markgräfler Land. Sie machten bei der antik-römische Badruine in Badenweiler Halt und bewunderten die vielseitige Vegetation, darunter Blauglockenbäume aus China sowie Platanen aus dem Orient.


Die nächste Landvergnügen-Station war das Bio-Weingut Rieger in Betberg. Gleich nach der Ankunft bekamen die Camper eine Kostprobe der hausgemachten Weine und einen Stellplatz am Hof - denn zuvor hatte es viel geregnet. Wer mehr Glück mit dem Wetter hat, steht auf einem Wiesenstreifen mit Blick über die Reben und kann von dort aus bei gutem Wetter bis zum Feldberg sehen. Das Weinangebot kosteten die Camper voller Genuss aus.

Genau wie das Weingut wirtschaftet auch der nächste Hof nach Bio-Standards. 100 Kilometer, inklusive einem einstündigen Stau die B3 weiter gen Norden steuerten Sabine und Thomas den Demeter-Obsthof Schindler an. Im Hofladen bekamen sie neben leckerem Obst und Gemüse auch hausgemachten Kuchen. Eine Tasse Kaffee und eine vegane Donauwelle später steuerten sie den geschotterten Stellplatz neben einer Obstbaumwiese an und bestellten bei den Gastgebern gleich noch Brötchen fürs Frühstück.


Ziel für den nächsten Tag war die offizielle Zwetschgenstadt Bühl. Den Namen trägt sie aufgrund der Bühler Frühzwetschge, die sich durch ihre Resilienz und frühe Reife auszeichnet. Thomas und Sabine schauten sich den Zwetschgen- und Narrenbrunnen, sowie die Kloster-Ruine Frauenalb an.


Die Camper setzten ihre Tour anschließend Richtung Norden fort. Alle Stationen dieser Reise, sowie weitere Thementouren und passende Landvergnügen-Stellplätze findet ihr auf dem Blog von Sabine und Thomas.
Übrigens: Eine Route 66 gibt es auch in der Steiermark. Sie führt durchs wunderschöne Vulkanland und ist garantiert eine Landvergnügen-Reise wert.

Fotos: CampnCook (Sabine Hennek), Heide & Reiner Scheid (Fünfschilling Hof)