Tour de Landvergnügen: Mit Hund durchs Weserbergland
Wenn Martin unterwegs ist, dann nie ohne Maxi. Dann Maxi ist ein echter Reisehund. Er begleitet den Blogger und YouTuber auf allen Reisen, egal ob in die Schweiz oder nach Norwegen. Mit von der Partie ist außerdem Günther, das Wohnmobil.
Im vergangenen Jahr hat das Team das Weserbergland bereist. Bewaldete Hügel zu beiden Seiten der Weser zeichnen die Region aus. Es gibt viele Wanderwege und mit dem Weser-Radweg einen der beliebtesten Flussradwege Deutschlands. Dazwischen: sehenswerte Fachwerk-Städtchen wie Hameln oder Bodenwerder.
Aus Maxis Sicht ist das Weserbergland ein echtes Hundeparadies. Flüsse, Bäche und Seen sorgen für eine Abkühlung. "Maxi war eigentlich die zwei Wochen kaum trocken, weil es so viel gebadet hat, das hat ihm Riesenspaß gemacht. Die Menschen waren unglaublich hundefreundlich", sagt Martin rückblickend. Auch auf den Wohnmobil-Stellplätzen war es eigentlich nie ein Problem, einen Hund mitzubringen.
In den Naturschutzgebieten wie am Hohenstein sowie auf den Landvergnügenhöfen herrscht Leinenpficht. Außerdem gilt in Niedersachsen während der Lege- und Setzzeit bis Mitte Juli eine generelle Anleinpficht im Wald und in der freien Landschaft. "Das bedeutet, Maxi war zwar manchmal etwas eingeschränkt, aber die vielen Bademöglichkeiten und die abwechslungsreichen Wege haben das mehr als wettgemacht", sagt Martin.
Martin, Maxi und Günther starteten ihre Tour in Hannoversch Münden, einem Fachwerkjuwel mit mehr als 700 denkmalgeschützten Häusern. Dort, am Weserstein, vereinen sich Werra und Fulda zur Weser.

Mit dem Dornröschenschloss Sababurg stand eins der kulturellen Highlights auf dem Programm. Tatsächlich soll das auf einem Felsen thronende Schloss den Gebrüdern Grimm als Vorlage für ihr Märchen gedient haben. Mindestens genau so sehr genossen haben die Reisenden aber den Besuch im Tierpark und den Spaziergang durch den Urwald Sababurg.


Übernachtet haben die Camper beim Landvergnügen-Gastgeber Hof Kindervatter. Der Betrieb baut Kirschen an und hat ein beliebtes Ausflugslokal. Von hier aus startet ein 2,5 Kilometer langer Spaziergang entlang des Kirschwanderwegs 3 mit Ausblicken über Witzenhausen und die Kischplantagen am Burgberg.


Ein weiteres Highlight auf der Reise durchs Weserbergland war Bad Karlshafen. Die barocke Planstadt liegt direkt an der Weser und beeindruckt mit klassizistischen Gebäuden. Einen Blick von oben garantiert der Skywalk Weserblick. Zum UNESCO Weltkulturerbe gehört das ehemalige Benediktinerkloster Corvey. Gerade im Sommer lohnt sich ein Besuch des Klostergartens, der zur Landesgartenschau 2023 wieder hergerichtet wurde.


Gleich zwei Landvergnügen-Stellplätze liegen ganz in der Nähe: Die Ölmühle Solling ist ein sympathischer Familienbetrieb, der aus Biosaaten hochwertige Öle gewinnt. Hier kommt auch Maxi auf seine Kosten, denn es gibt spezielle Produkte für Hunde und Pferde.

Mit seinem historischen Freimaurergarten ist das Rittergut Meinbrexen ein Ort der Legenden. 2004 übernahmen Hilmar und Silke von Mansberg den landwirtschaftlichen Betrieb. Heute bewirtschaften sie Forst und Äcker. Im Sommer gibt es Erdbeeren, im Winter Weihnachtsbäume.

Geschichte und Geschichten erwarteten die Reisenden in Bodenwerder. Ein ganzes Museum ist dem "Lügenbaron" Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen gewidmet. Das Geburtshaus liegt in einem prächtigen Park, in dem Hunde leider nicht gestattet sind.


Die Rattenfängerstadt Hameln hingegen ist geprägt von der bekannten deutschen Sage. Ein architektonisches Highlight ist das Hochzeitshaus im Weserrenaissancestil aus dem 17. Jahrhundert.

Zum Übernachten geht es allerdings wieder in die Natur: Direkt an der Weser liegt der Biohof Familie Stapel. In ihrem AusZeit Imbiss gibt es am Wochenende in den Sommermonaten Burger und Bratwurst vom Höhenvieh aus eigener Haltung.

Sportlich fordernd für Hund und Herrchen war die Kreuzsteinrunde am Hohenstein mit seinen markanten Felsen. "Die Tour verbindet Naturerlebnis mit tiefer Geschichte, etwa am Blutbach, der von den Sachsenkriegen zeugt, und an der mystischen Teufelskanzel. Ein Ort voller Sagen und spektakulärer Ausblicke", erinnert sich Martin.

Ziel und Höhepunkt seiner Reise war das schöne Porta Westfalica mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Das gigantische Denkmal thront hoch über der Porta Westfalica, dem natürlichen Durchbruch der Weser und bietet einen Panoramablick über das Weserbergland und die Norddeutsche Tiefebene. Martins Fazit: "Schlichtweg atemberaubend und ein unvergesslicher Abschied von dieser wunderbaren Region, die uns so viel geboten hat."


Mehr Videos von Martin findet ihr auf seiner Landvergnügen-Playlist.
